Warum Esslingens berühmtester Einwohner keinen roten Touran mehr fährt

Jeder hat schon mal sein Auto in einer fremden Stadt geparkt und es dann nicht mehr auf Anhieb wiedergefunden. Einem Einwohner der schwäbischen Stadt Esslingen ist es vor kurzem allerdings gelungen einen beachtlichen Rekord aufzustellen. Nachdem er seinen roten VW Touran in einem Stuttgarter Parkhaus abgestellt hatte, suchte er – supported von einem mit der Zeit immer größer werdenden Haufen selbstloser Unterstützer aus allen Nationen unseres Planeten – ganze sechs Wochen nach dem fahrbaren Untersatz*.

Theo, wie ihn seine Kumpels nennen, hatte zwar nach dem Parken des Wagens brav einen Parkschein gelöst, aber in der Eile vergessen, sich die Nummer des Stellplatzes zu merken. Dumm gelaufen, aber für den Normalparker eigentlich immer noch eine lösbare Aufgabe. Leider nicht für Theo. Denn der hatte zusätzlich noch vergessen, in welches Parkhaus er den Touran gestellt hatte.

Glücklicherweise erinnerte er sich wenigstens noch grob an den Namen der Stadt. Also New York war es nicht. Diese Weltstadt hätte das Hirn unseres Profi-Parkers möglicherweise schon etwas überfordert. Auch München konnte ausgeschlossen werden, Theo war sich nach ausgiebigem Nachdenken fast sicher, dass der Name der Stadt “irgendwie mit einem ‘S’ anfing”.

Einem Kumpel fiel dazu spontan “Sigmaringen” ein, aber dort war die Masse der Parkhäuser eher überschaubar und praktisch alle darin geparkten roten Tourans gehörten bereits anderen Suchern.

Theo machte die unschöne Erfahrung, dass große Städte als Zielobjekte derartiger Such-Unternehmungen den nötigen Zeitaufwand extrem erhöhten. Also suchte die Mannschaft um Theo erst einmal in Sechselberg, einem winzigen Dorf bei Althütte am Rande des Welzheimer Waldes. Diese Suche war tatsächlich wenig zeitintensiv, aber der Wagen wurde dort leider trotzdem nicht gefunden.

Man beschloss, die Taktik völlig neu zu durchdenken und kam schon nach wenigen Tagen auf eine kühne Idee: Warum nicht die Suche mit einer angenehmen und erholsamen Urlaubsreise verbinden? Die Wahl fiel aufs schwedische Sabeltorp. Gemessen an der Größe der Stadt, war die Anzahl der roten Tourans verhältnismäßig gering und Theos bestes Stück nicht dabei. Das norwegische Spitzbergen bot sich als nächstes Ziel der Suche an. Man kann dort herrlich Schneemänner bauen, aber bei der Suche waren die Norweger keine große Hilfe. Groß war dagegen die Gefahr, auf dem Weg nach Spitzbergen in einen Fjord zu fallen, was die Suche aber wohl wenigstens etwas abgekürzt hätte.

Da Theos Expedition leider bislang entsetzlich erfolglos geblieben war, zermarterte er sich noch einmal intensiv sein geplagtes Hirn – und hatte plötzlich spontan eine Eingebung: Der Name der Stadt in dem sein roter Touran vermutlich bereits Rost ansetzte, fing bekanntlich mit dem Buchstaben ‘S’ an und der zweite Buchstabe schoß ihm nun plötzlich durch den geschundenen Schädel: ‘t’! Die Stadt fing also mit ‘St’ an!

Im englischen Stansted gab es tonnenweise rote Autos, aber Theos Touran war nicht aufzutreiben. Es folgten St. Petersburg, St. Gallen und – weil zuguterletzt dem armen Theo allmählich das Geld ausging – Stuttgart.

Und nachdem vermutlich der vermisste Wagen – in einem Anfall von Mitleid mit seinem Herrchen – freiwillig nach Stuttgart gerollt war und sich dort ins erstbeste Parkhaus gestellt hatte, konnten der überglückliche Theo (und seine mittlerweile auf armeestärke angeschwollene internationale Unterstützerschar) die inzwischen sechswöchige Suche nach dem geliebten Auto endlich erfolgreich beenden. Okay, das Auto ist jetzt ein lindgrüner Passat aber die Marke passt wie die Faust aufs Auge…

*Quelle


In der Realität ist es gar nicht so schwer, ein rotes Auto wiederzufinden

Why Esslingen’s most famous resident no longer drives a red Volkswagen

Everyone has parked their car in a strange city and then forgot where they parked it. However, a resident of the Swabian town of Esslingen has recently managed to set a remarkable record. After he had parked his red Volkswagen Touran in a parking garage in Stuttgart, he – and a growing number of selfless supporters from all over the world – had searched for the set of wheels for an entire six weeks.

Theo, as his buddies call him, had purchased a parking ticket after parking his car, but he was in such hurry that he forgot to remember the number of the parking space. Shit happens, but still a solvable task for the regular parker. Not for Theo. Because he also forgot which parking garage he had parked the Touran in.

Luckily, at least he roughly remembered the name of the city. Fortunately, it wasn’t New York. Munich could also be ruled out as Theo was almost certain – after extensive thinking – that the name of the city “somehow began with an ‘S’.”

One of his friends spontaneously remembered “Sigmaringen,” but the number of parking garages was rather limited, and practically all the red Tourans parked in them already belonged to other searchers.

Theo made the unpleasant experience that large cities as targets of such searches enormously increased the required amount of time. So, the team around Theo first searched in Sechselberg, a tiny village near Althütte on the edge of the Welzheim Forest. The search wasn’t very time-consuming, but the vehicle wasn’t found.

They decided to completely rethink their tactics and came up with a bold idea a few days later: Why not combine the search with a pleasant and relaxing holiday? The choice fell on the Swedish Sabeltorp. Compared to the size of the city, the number of red Tourans was relatively small, and Theo’s car wasn’t there. The Norwegian town of Spitsbergen was the next destination for the search. You can build wonderful snowmen there, but the Norwegians were not of great help in the search. Instead, there was a great danger of falling into a fjord on the way to Spitsbergen, which at least would have somewhat shortened the search.

Since Theo’s expedition had been terribly unsuccessful so far, he had to rack his brain again – and suddenly had a spontaneous intuition: The name of the city, in which his red Touran had probably started rusting already, began with the letter’ S’, and suddenly, the second letter hit his battered brain: ‘t’! So, the city started with ‘St’!

There were tons of red cars in Stansted, England, but Theo’s Touran could not be found. It was followed by St. Petersburg, St. Gallen and finally – because poor Theo gradually ran out of money – Stuttgart.

And after the missing car had probably voluntarily rolled off to Stuttgart – in an attack of compassion with its owner – and parked in the next best parking garage, happy Theo (and his international army of supporters) was finally able to successfully complete the six-week search for his beloved car. Okay, the car is now a lime green VW Passat, but the brand is a hole in one…

*Source

In reality, it’s not that hard to find a red car…