„Ehe für alle“: Warum ausgerechnet die Katholische Kirche den größten Nutzen daraus zieht!

Heiner Koch, Katholik und Erzbischof von Berlin, will uns jetzt die Augen öffnen: Die „Ehe für alle“, meint er, sei gar nicht so gut wie alle immer denken. Es seien doch nur zwei nötig, um ein Kind zu zeugen – ein Mann und eine Frau. Da schiebe der Rest doch nur Frust und sei neidisch.

Naja. Werfen wir doch mal einen Blick auf den katholischen Klerus, da sind die Geistlichen doch zwangsläufig schwul. An Frauen dürfen die ja nicht einmal denken, sonst zwickt gleich höllisch das Zölibat.

Nach der Kirchengründung sollte die damals noch brandneue katholische Religion zügig verbreitet werden und dazu brauchte man jede Menge Haudraufs, denn ohne rohe Gewalt war damals keiner scharf auf den weltfremden Katholizismus. Stattdessen machten sich die Kerle lieber über ihre Mädels her, schließlich war das der einzige lohnende Zeitvertreib, denn Fernsehen und Internet waren damals gewissermaßen noch Neuland. Also packte man die Mädels kurzerhand ins Kloster und erfand die „Ehe für niemanden“ (der nicht bei der Unterwerfung zahlloser ungläubiger Barbaren kräftig mitgewirkt hatte).

Die Schlauen wurden allerdings lieber Geistliche, denn dann konnten sie – wenn auch unter der Hand – schon damals die „Ehe für alle“ ausprobieren. Die war damals noch ziemlich praktisch, denn in den vielen Klöstern, wo die Geistlichen zusammen mit den Geistlichinnen  hausten, trieb man es den lieben langen Tag, ohne weitere Verpflichtungen fürchten zu müssen.

Wenn dann die Haudraufs vom Barbarenklatschen zurück kamen und sich eine der Holden aus dem Kloster holen wollten, hatte jede bereits einen Stall voller Kinder. Irgendwie musste man im Eifer des Gefechts versäumt haben, die Pille zu erfinden.

Die Beschwerden häuften sich, so dass die Kirche für Männlein und Weiblein getrennte Klöster einführte und sich – spätestens nach der Erfindung der Strickleiter – das leidige Zölibat ausdachte.

Die Rechnung der katholischen Verkehrs-Verhinderer ging natürlich nicht auf. Da nützten weder Kreuzzüge noch Hexenverbrennungen, der Kinderreichtum in den Klöstern ließ sich erst durch die Regelung eindämmen, sobald die letzte Nonne dick war, wurden alle fortgejagt und das Kloster geschlossen.

Genau wie Heiner Koch, unser Berliner Erzbischof, waren Päpste und Kardinäle nicht von der Meinung abzubringen, dass ein Kind nur von einem Vater gezeugt werden könne, der mit einer Mutter die „Ehe für zwei“ praktiziert. Diese Einschränkung existiert aber in Wirklichkeit gar nicht. Im Gegenteil: Wilde Ehen und Gruppensex waren noch viel besser geeignet, den Kinderreichtum radikal in die Höhe zu treiben. Denn wenn es jede mit jedem trieb, waren die Mädels praktisch permanent in „froher Erwartung“.

Lediglich durch die gleichgeschlechtliche Liebe könnte die „Ehe für zwei“ noch am Leben gehalten werden. Denn die katholische Kirche ist – dank Zölibat – die letzte Hochburg der altmodischen Zweierbeziehung. Aber lohnt es sich, durch etwas so ungeheuerlich Widernatürliches wie das Zölibat Schwule wider Willen zu züchten?

Seien wir doch mal ehrlich: Niemand kann größeren Nutzen aus der „Ehe für alle“ ziehen, als die Katholische Kirche selbst. Anstatt Nonnenklöster dicht zu machen, weil alle Nonnen schwanger sind, könnten die Mädels kollektiv die „Ehe für alle“ eingehen – unter Einbeziehung des benachbarten Männerklosters, wo geballt die leiblichen Väter des gemeinsamen Nachwuchses sitzen…

Die Nonnen sind heute längst nicht mehr so verhärmt wie früher – wer will da nicht Mönch werden, angesichts der Ehe für alle…?