Armes Deutschland – bei uns ist der Feminismus männlich!

Unsere Feministinnen sind arme Schweine. Denn der Feminismus, dem die holde Weiblichkeit wie hypnotisiert hinterherläuft, dem sie sich geradezu bedingungslos unterwirft, ist in Wirklichkeit ein Kerl. Das bedeutet, unsere Feministinnen haben ihr ganzes Leben mit einem halbgaren Lümmel zugebracht, einem hässlichen, rotzfrechen Kerl, von dem sie wie selbstverständlich glauben, er sei das Beste, was ihnen passieren konnte.

Schon die gute Alice Schwarzer fiel auf diesen Fatzke herein und sie ist nun wirklich eine große Frau, die ihre Zeit geprägt hat. Trotzdem war sie dem Feminismus treu, um nicht zu sagen, sie war ihm verfallen und beschäftigte sich praktisch pausenlos mit ihm, hat aber seine Männlichkeit permanent übersehen.

Sogar die Grand Dame des Feminismus, Simone de Beauvoir, die bekanntermaßen keinem Mann je über den Weg getraut hätte (außer vielleicht dem Philosophen Jean-Paul Sartre), ist IHM ohne zu zögern auf die Leimrute gekrochen. Der Feminismus musste die Frauen, die ihm scharenweise folgten, nie anlügen. ER hat sich ihnen frech vorgestellt: Seht her, ich bin’s der Feminismus, Euer bester Freund! Mir müsst Ihr vertrauen, denn ohne Feminismus gibt es keine Feministinnen! Und wie wollt Ihr Euch dann von den Männern befreien?

Können Sie sich das vorstellen? Millionen mündiger Frauen, die nie von Männern abhängig sein wollten, fielen freiwillig auf den Kerl herein, bettelten geradezu darum, ihm folgen zu dürfen. Warum bloß hat keine einzige unserer sonst so patenten Mädels den Feminismus je durchschaut?

Okay, stellen wir die Frage einmal anders: Warum fielen jahrzehntelang so viele Frauen auf Donald Trump herein? Dieser Prototyp des männlichen Lümmels musste sich auch nie verstellen und außerdem sieht er mit dem peinlichen Toupet doch nun wirklich unmöglich aus. Hatten alle Trump-Gespielinnen kollektiv die Brille vergessen oder einen Knick in der Pupille? Wie kam Donald bloß an Melania? Wie blöd muss ein Mann eigentlich aussehen, wie erniedrigend muss er Frauen zusätzlich noch behandeln, damit sie ihn endlich meiden wie die Pest…?


Donald Trump beim öffentlichen Schwur, jede Frau zu vernaschen, die nicht bei ‘drei’ auf dem Baum sitzt – © White House – über Wikimedia Commons

Donald Trump schwänzte die Trauerfeier von Barbara Bush – aus Respekt vor der Bush-Familie

Zur Trauerfeier nach dem Ableben der ehemaligen First Lady Barbara Bush nahmen viele prominente Amerikaner teil. Der amtierende Präsident, Donald Trump, spielte stattdessen Golf in Florida und ließ ausrichten, er nehme aus Respekt vor der Bush-Familie nicht an der Zeremonie teil. Wir haben ihn zu einem fiktiven Interview eingeladen, um ihn zu fragen wie das gemeint war…

SATIRE KNALLHART SERVIERT: Mr. Trump, sie scheinen nicht besonders gerne auf Beerdigungen zu gehen?

DONALD TRUMP: Ich habe nichts gegen Beerdigungen, auf der von Obama würde ich sogar tanzen.

SKS: Aber zu der von Barbara Bush wollten Sie nicht, da war ihnen Golfen wichtiger?

DT: Nein, ich habe aus purer Rücksicht auf die Gefühle der Familie Bush davon abgesehen dort zu erscheinen.

SKS: Weil denen bei Ihrem Anblick die Gäste weggelaufen wären? Das würde ja bedeuten, Sie hätten zum ersten Mal in Ihrem Leben Rücksicht genommen, das ist schwer zu glauben. Können Sie bitte mal für unsere Leser das Wörtchen „Rücksicht“ definieren?

DT: Also Rücksicht ist, wenn ich genau weiß, dass mich auf der Trauerfeier keine Sau leiden kann, ich von allen nur geschnitten werde und ich deshalb aus purer Rücksicht lieber wegbleibe. Außerdem habe ich doch Melania hingeschickt, damit habe ich es geschafft, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.

SKS: Nämlich?

DT: Melania kann sich einigermaßen benehmen und heißt trotzdem Trump, das hat es vorher noch nie gegeben.

SKS: Sie geben also selbst zu, Ihre persönliche Anwesenheit hätte mit tödlicher Sicherheit wieder jede Menge Ohnmachten produziert? Sie selbst patschen doch grundsätzlich in jedes Fettnäpfchen. Und wenn keines da ist, legen Sie dann selber welche aus?

DT: Das sind gemeine Vorurteile, die Obama seit Jahren über mich verbreitet.

SKS: Aber Sie persönlich bestätigen diese gemeinen Vorurteile doch zuverlässig jeden Tag. In Wirklichkeit will Sie doch deshalb niemand auf seiner Trauerfeier haben, weil sofort nach Ihrem ersten zweideutigen Satz 99 Prozent der Gäste geflohen sind. Und diese Peinlichkeit passiert doch in der Regel spätestens nach zehn Sekunden…

DT: Aber wenn ich so entsetzlich unbeliebt bin, war es doch geradezu eine Nettigkeit von mir, Melania zu schicken!

SKS: Da haben Sie Recht. Besonders, da Sie als Präsident auf der Trauerfeier auch eine Rede hätten halten müssen. Danach wäre doch endgültig die ganze Würde beim Teufel gewesen.

DT: Sehen Sie? Ich bin gar nicht so schlecht wie immer alle sagen. Halten wir also fest: Ich habe Melania zur Beerdigung geschickt, damit die Leute dort mehr Spaß haben…

SKS: Herr Präsident, vielen Dank für dieses aufschlussreiche Interview!

Donald: „Melania! Denk’ unbedingt daran, dass Du als Vertreterin des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika dorthin gehst! Also tu nichts, was ich nicht auch tun würde!“ Melania: „Okay, ich werde im Stehen pinkeln!“
Foto: Boss Tweed über Wikimedia Commons

Warum nackte Backen im Weinheimer Rathaus Vorschrift sind

Heiner Bernhard ist Oberbürgermeister von Weinheim. Der durch und durch tolerante Kerl lässt es sich nicht nehmen, beim ‘Fastenbrechen’ Grußworte an seine kotzenden Bürger zu richten. Fastenbrechen ist übrigens eine ganz ulkige Tradition. Zuerst schlägt man sich die Wampe voll, danach steckt man sich den Finger in den Hals. Oder so ähnlich. Das ist zwar etwas albern, aber gut für die Figur.

Nur seit neuestem versteht Heiner Bernhard seine heile Welt nicht mehr. Das liegt daran, dass sich plötzlich ständig Mädels im Nikab vor dem OB aufbauen, also tiefverschleiert. Manchmal sogar reinrassige Deutsche. Nun gehört der Islam bekanntlich zu Deutschland wie die Weißwurst zu China, aber Frauen will der Weinheimer OB grundsätzlich nur mit entblößten Backen sehen.

Zwar kann er niemandem vorschreiben, wie er oder sie auf der Straße herumlaufen darf, aber wer ins Weinheimer Rathaus will, muss den Schleier lüften: Bernhard will einfach wissen welches Geschlecht ihm da gegenübersteht.

Leider ist es den eingefleischten muslimischen Mädelchen verboten, unverschleiert im Rathaus herumzuhüpfen. Andererseits müssen sie aber da hinein, um sich anzumelden oder ihren Ausweis verlängern zu lassen. Eine Muslima, die vollverschleiert einen Ausweis für ihr Kind beantragen wollte, wurde abgewiesen, weil für den “Lichtbild-Abgleich” – laut OB Bernhard – einfach eine freie Sicht auf die nackten Backen erforderlich ist. Da sind die Vorschriften glasklar und absolut eisern.

Uns erschließt sich zwar nicht, warum die nackten Backen der Mutter für den Ausweis des Kindes erforderlich sein sollen, aber egal: Wir haben ein Verfahren entwickelt, dass in solchen Fällen das Problem hundertprozentig löst.

Selbst wenn der brave Oberbürgermeister aus Gründen der Sicherheit darauf besteht, dass sowohl die Backen der Mutter als auch die des Kindes splitternackt und damit weithin zu sehen sind, können Menschen, denen es nun Mal vom lieben Gott verboten ist, ihre Pausbacken jedem dahergelaufenen OB zu zeigen, auch einfach die Hosen runterlassen und sich umdrehen. Dann nämlich blitzen und blinken die Hinterbacken und selbst Heiner Bernhard sollte damit endgültig befriedigt sein…

Nackte Backen, wohin das Auge blickt…

Warum Esslingens berühmtester Einwohner keinen roten Touran mehr fährt

Jeder hat schon mal sein Auto in einer fremden Stadt geparkt und es dann nicht mehr auf Anhieb wiedergefunden. Einem Einwohner der schwäbischen Stadt Esslingen ist es vor kurzem allerdings gelungen einen beachtlichen Rekord aufzustellen. Nachdem er seinen roten VW Touran in einem Stuttgarter Parkhaus abgestellt hatte, suchte er – supported von einem mit der Zeit immer größer werdenden Haufen selbstloser Unterstützer aus allen Nationen unseres Planeten – ganze sechs Wochen nach dem fahrbaren Untersatz*.

Theo, wie ihn seine Kumpels nennen, hatte zwar nach dem Parken des Wagens brav einen Parkschein gelöst, aber in der Eile vergessen, sich die Nummer des Stellplatzes zu merken. Dumm gelaufen, aber für den Normalparker eigentlich immer noch eine lösbare Aufgabe. Leider nicht für Theo. Denn der hatte zusätzlich noch vergessen, in welches Parkhaus er den Touran gestellt hatte.

Glücklicherweise erinnerte er sich wenigstens noch grob an den Namen der Stadt. Also New York war es nicht. Diese Weltstadt hätte das Hirn unseres Profi-Parkers möglicherweise schon etwas überfordert. Auch München konnte ausgeschlossen werden, Theo war sich nach ausgiebigem Nachdenken fast sicher, dass der Name der Stadt “irgendwie mit einem ‘S’ anfing”.

Einem Kumpel fiel dazu spontan “Sigmaringen” ein, aber dort war die Masse der Parkhäuser eher überschaubar und praktisch alle darin geparkten roten Tourans gehörten bereits anderen Suchern.

Theo machte die unschöne Erfahrung, dass große Städte als Zielobjekte derartiger Such-Unternehmungen den nötigen Zeitaufwand extrem erhöhten. Also suchte die Mannschaft um Theo erst einmal in Sechselberg, einem winzigen Dorf bei Althütte am Rande des Welzheimer Waldes. Diese Suche war tatsächlich wenig zeitintensiv, aber der Wagen wurde dort leider trotzdem nicht gefunden.

Man beschloss, die Taktik völlig neu zu durchdenken und kam schon nach wenigen Tagen auf eine kühne Idee: Warum nicht die Suche mit einer angenehmen und erholsamen Urlaubsreise verbinden? Die Wahl fiel aufs schwedische Sabeltorp. Gemessen an der Größe der Stadt, war die Anzahl der roten Tourans verhältnismäßig gering und Theos bestes Stück nicht dabei. Das norwegische Spitzbergen bot sich als nächstes Ziel der Suche an. Man kann dort herrlich Schneemänner bauen, aber bei der Suche waren die Norweger keine große Hilfe. Groß war dagegen die Gefahr, auf dem Weg nach Spitzbergen in einen Fjord zu fallen, was die Suche aber wohl wenigstens etwas abgekürzt hätte.

Da Theos Expedition leider bislang entsetzlich erfolglos geblieben war, zermarterte er sich noch einmal intensiv sein geplagtes Hirn – und hatte plötzlich spontan eine Eingebung: Der Name der Stadt in dem sein roter Touran vermutlich bereits Rost ansetzte, fing bekanntlich mit dem Buchstaben ‘S’ an und der zweite Buchstabe schoß ihm nun plötzlich durch den geschundenen Schädel: ‘t’! Die Stadt fing also mit ‘St’ an!

Im englischen Stansted gab es tonnenweise rote Autos, aber Theos Touran war nicht aufzutreiben. Es folgten St. Petersburg, St. Gallen und – weil zuguterletzt dem armen Theo allmählich das Geld ausging – Stuttgart.

Und nachdem vermutlich der vermisste Wagen – in einem Anfall von Mitleid mit seinem Herrchen – freiwillig nach Stuttgart gerollt war und sich dort ins erstbeste Parkhaus gestellt hatte, konnten der überglückliche Theo (und seine mittlerweile auf armeestärke angeschwollene internationale Unterstützerschar) die inzwischen sechswöchige Suche nach dem geliebten Auto endlich erfolgreich beenden. Okay, das Auto ist jetzt ein lindgrüner Passat aber die Marke passt wie die Faust aufs Auge…

*Quelle


In der Realität ist es gar nicht so schwer, ein rotes Auto wiederzufinden

Verarsche war gestern – oder warum Mülltrennung von Hand dem Umweltschutz nicht hilft

China will unseren Müll nicht mehr. Das leuchtet manchen Leuten ein, denn wer möchte schon die Müllkippe der Welt sein? Die armen Chinesen haben bekanntlich eine total verseuchte Luft und die Gewässer sind nicht besser. Darf da unsere Industrie auch noch megatonnenweise Müll dort abladen?

Wir müssen hier mal erwähnen, dass Politiker und auch Teile unserer Umweltschützer leider ein wenig unbedarft ans Werk gehen. Es fängt damit an, dass in Deutschland der Verbraucher gezwungen wird, seinen Müll zu trennen. Das ist ein Riesenaufwand – für nichts und wieder nichts. Unsere Politiker wissen das auch, meinen aber, damit das Umweltbewusstsein der Menschen zu schärfen. Sie behaupten deshalb, durch die Trennung leiste jeder einen tollen Beitrag zum Recycling von Müll. Trotzdem haben sie keine Hemmungen, von den Bürgern hohe Müllgebühren zu verlangen. Das ist einigermaßen weltfremd.

Wir merken: Unsere Politiker und auch die erwähnten Teile der Umweltschützer, glauben offensichtlich, die Bürger seien ein bisschen minderbemittelt. Natürlich kann nicht jeder so intelligent sein wie Merkel und Co, die nur ein halbes Jahr nach der Wahl schon an der neuen Regierung basteln. Oder wie die Grünen, die jetzt tatsächlich den Tier- und Umweltfeind Robert Habeck als Vorsitzenden gewählt haben. Aber prinzipiell wissen wir alle, dass Müll fachmännisch recycelt und deshalb maschinell bzw. chemisch getrennt werden muss. Bei diesem Prozess wird der Müll vollautomatisch vorsortiert und je nach Material in seine stofflichen Bestandteile zerlegt.

Das kostet Geld, aber Müll ist auch keineswegs wertlos. Die Chinesen, die neuerdings – aus welchen Gründen auch immer – unseren Müll nicht mehr wollen, haben viele Jahre lang gutes Geld dafür bezahlt. Und das werden jetzt andere übernehmen. Länder, die wenig eigene Bodenschätze haben, sind auf unseren Müll geradezu angewiesen – an Abnehmern mangelt es also nicht.

Vor diesem Hintergrund ist es geradezu unsinnig, den Müll vom Verbraucher ‘vorsortieren’ zu lassen. Denn die Fehlerquote ist hoch und deshalb wird der ganze Plunder hinterher oft einfach wieder zusammengeschüttet. Man kann von Glück reden, wenn die Abfallwirtschaft vorher wenigstens noch die Lebensmittelreste entsorgt.

Mit der Mülltrennung hat in Deutschland leider auch die illegale Entsorgung wieder deutlich zugenommen. Denn das Müllhandling ist durch die unterschiedlichen Tonnen und Abhol-Termine deutlich komplizierter geworden. Zu schnell ist ein Termin verpasst und der Müllberg wächst.

Zu behaupten, der Bürger müsse einen Beitrag zur Müllentsorgung leisten, ist also reine Verarsche – besonders angesichts der fetten Müllgebühren. Denn der Müll bringt der Abfallwirtschaft schon ohne die Gebühren viel Geld.

Das alles weiß die Mehrzahl der Bürger auch und wir denken, sie sind nicht minderbemittelt genug, um das auf Dauer hinzunehmen…

Warum Merkel sich ganz locker selbst die bürgerfeindlichste Politik leisten kann

Kanzlerin Angela Merkel hat ein neues Wort gelernt: Digitalisierung. Naja, sie kann es aussprechen und sogar buchstabieren, ob sie tatsächlich den Sinn verstanden hat, ist eher zweifelhaft. Aber egal, es ist die neue Sau, die sie (und die CDU) jetzt durchs Dorf treiben. Die Deutschen sollen endlich fit gemacht werden, für die Digitalisierung.

Dies aus dem Munde einer Kanzlerin, für die das Internet – 20 Jahre nach seiner Öffnung für die Allgemeinheit – immer noch “Neuland” war. Ist Merkel selbst denn fit für die Digitalisierung? Ist Merkel eigentlich überhaupt fit für Irgendetwas?

Nein, die Presse schreibt unverhohlen, das Jahr 2018 sei der Anfang vom Ende der Kanzlerschaft Merkels. Denn seit sie bei den Jamaika-Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl 2017 die Kontrolle verlor und das Scheitern nicht verhindern konnte, muss sie jetzt bei den neuen Verhandlungen der SPD in den Allerwertesten kriechen. Der heißt bekanntlich Martin Schulz und kann jetzt nach Belieben Forderungen stellen. Einen weiteren Abbruch könne sich Merkel nämlich nicht mehr leisten, so die Medien.

Werden also jetzt endlich Bürgerversicherung (Abschaffung der privaten Krankenversicherung) und Parität (Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen sich – wie früher – den Krankenkassenbeitrag) eingeführt und damit endlich mal wieder ein Stück soziale Gerechtigkeit geschaffen?

Nein, natürlich nicht. Denn was Merkel optimal beherrscht, ist die Raute. Sobald sie die Hände zur Raute formt, ist jedes noch so penetrante Versagen umgehend vergeben und vergessen. Die Deutschen jubeln ihr wieder zu, wählen sie gnadenlos und alles bleibt beim Alten…

Soziale Solidarität:
Gibt es bald die Heilung vom Merkel-Syndrom?

Sind die Tage von Angela Merkel als Kanzlerin gezählt? Nach der Jamaika-Pleite stehen die Deutschen plötzlich doch wieder auf eine große Koalition – also CDU mit SPD. Wer (außer Merkel) hat denn auch ernsthaft geglaubt, dass die Grünen und die FDP es länger als zehn Minuten gemeinsam im selben Raum aushalten, ohne zu kotzen?

Bevor Ihnen jetzt schlecht wird: Die SPD hat in der immerhin schon ein paar Wochen dauernden Vor-Opposition plötzlich dazugelernt. Oder genauer gesagt: da war doch mal was mit “sozial” im Programm der Sozis. Also vor vielen, vielen Jahren zwar, aber damals – bei der Parteigründung am 27. Mai 1875 in Gotha – da fanden die Sozis dieses Wörtchen so schnuckelig, dass sie es in ihren Parteinamen integrierten: ‚Sozialdemokratische Partei Deutschlands’. Und das Wörtchen “sozial” kennen die Jungs und Mädels von der SPD (trotz eher mäßigen Wortschatzes) heute immer noch. Nur die genaue Bedeutung ist – nach Willy Brandt und Helmut Schmidt – ein wenig in Vergessenheit geraten, wenn auch nicht so gründlich, wie bei der CDU.

Denn die hat ja bekanntlich seit vielen Jahren Merkel an der Backe und kann deswegen auf Soziales gut verzichten. Denn wer direkt aus dem real existierenden Sozialismus ‚rübergemacht’ hat, direkt ins kapitalistische Schlaraffenland für Besserverdienende, weiß genau, dass die gesunde Geldgier von Politikern nur durch die Wirtschaft befriedigt werden kann. Außerdem kann sich der deutsche Wähler bekanntlich nichts von 12 bis Mittag merken. Zumindest unsoziale Politik ist bisher zuverlässig schon nach wenigen Monaten einer ominösen Wähler-Demenz zum Opfer gefallen.

Die SPD hatte es bei den Deutschen nie so einfach. Nicht früher und erst recht nicht heute. Denn ihre Hoffnung auf mehr Stimmen heißt inzwischen dummerweise Martin Schulz, und der guckt immer aus der Wäsche, als ob er gleich losheulen wollte. SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach* hat dagegen gut lachen, denn seine Idee könnte der SPD tatsächlich den Sieg übers wandelnde Merkel-Syndrom bescheren: Die Bürger-Versicherung. Wird diese Sozialversicherung konsequent eingeführt, müssen alle einkommenssteuerpflichtigen Bürger einzahlen, damit ist sie unter anderem zwangsläufig das Ende der privaten Krankenversicherung, die bisher das Geld der Gutverdiener schützt.

Mit Einführung der Bürgerversicherung sind dann schlagartig sämtliche bisherigen Probleme der deutschen Sozialversicherungen endgültig Geschichte, sagen seriöse Experten. Merkel und die CDU fühlen sich natürlich nur den Privatversicherten verpflichtet, die sind ihre treue Klientel. Aber ohne Wechselwähler ist eine Wahl nicht zu gewinnen und die sind im Wesentlichen eher keine Privatpatienten. Gibt es also Neuwahlen, werden die nur von einem Thema dominiert: Soziale Solidarität!

Merkel und die Partei der Besserverdienenden haben also die Wahl zwischen Teufel und Beelzebub. Die Koalition mit der SPD bringt die gefürchtete Bürgerversicherung, wenn auch vermutlich in abgeschwächter Form. Aber bei Neuwahlen wird die SPD plötzlich jede Menge der nahezu 40 Prozent starken Gruppe unserer Nichtwähler mobilisieren können. Dann hat sie womöglich die absolute Mehrheit und Merkel sitzt samt CDU auf den harten Oppositionsbänken…

*Dr. med. Karl W. Lauterbach, ist Professor an der Universitätsklinik Köln und stellvertretender Fraktionschef der SPD im Deutschen Bundestag.
Mehr über Lauterbach


Merkel in der Opposition. Sie trägt übrigens gerne als Schmuck ihr altes Fahrrad-Schloss aus der DDR weil sie fest davon überzeugt ist, dass es ihr Glück bringt und außerdem  ihren faltigen Hals verdeckt. In Wirklichkeit lenkt aber das Merkel-Syndrom jede Aufmerksamkeit auf sich 😉

Foto: www.kremlin.ru / über Wikimedia Commons

Wie die Chinesen bei Smog mit frischer Luft versorgt werden

Die Inder haben inzwischen längst eine leistungsfähige Industrie, aber leider auch ein Riesenproblem: Die Luft ist zäher als Melasse und dieser Smog ist so übel, dass die Leute in New Delhi große Atemprobleme haben und reihenweise krank werden.

Die Chinesen sind aber noch viel ärmere Schweine, sie haben zwar ebenfalls eine florierende Wirtschaft, um nicht zu sagen, eine Industrie, die selbst Amerikaner vor Neid erblassen lässt, aber leider kein bisschen Luft mehr zum Atmen. Die chinesische Luft kann man buchstäblich in Streifen schneiden und als Kaugummi verkaufen (was die Chinesen wahrscheinlich auch längst tun).

Selbst auf dem Land ist die chinesische Luft noch um einiges giftiger als zum Beispiel die im englischen Birmingham, der Stadt mit der schlechtesten Luft Großbritanniens. Bleiben wir doch gleich in Großbritannien, dort lebt nämlich eine Familie, die nach eigenem Bekunden so richtig Mitleid mit den armen Chinesen hat. Diese guten Menschen – Lester Hatchinson* (27), seine Mama Marylou (47) und Schwesterchen Priscilla (24) – kommen aus einem Kaff in Westengland und haben angesichts der entkräftet durch die Straßen torkelnden Menschen in China eine tolle Geschäftsidee entwickelt. Sie „ernten“ mit großen Plastiktüten die westenglische Landluft und füllen Sie in Einweckgläser, die danach luftdicht verschlossen werden. Diese Einweckgläser mit köstlich frischer englischer Landluft, verkaufen die Hatchinsons den torkelnden Chinesen. Und zwar für satte 80 Pfund das Glas, das sind umgerechnet etwa 100 Euro.

Diese Geschichte ging wie ein Lauffeuer quer durch die Medien, deshalb haben wir ein Interview mit der Familie Hatchinson gemacht. Dabei gestanden die guten Leute ein, dass sie in Wirklichkeit gar nicht in dem westenglischen Kaff wohnen, sondern in Birmingham.

„Und da fahren Sie jeden Tag über 200 Kilometer aufs Land, um Frischluft zu ernten?“, wollten wir wissen. Da drucksten die Leutchen ein wenig herum und meinten schließlich: „Naja, am Anfang sind wir schon aufs Land gefahren. Aber die Spritkosten schmälern den Gewinn doch erheblich. Und wir können auch viel mehr Gläser verschicken, wenn wir in Birmingham bleiben“, meinte Lester etwas verlegen. Aber das sei trotzdem kein Betrug, denn sie bekämen die Gläser von einer Firma aus der Schweiz, und zwar bereits luftdicht verschlossen.

Die Schweizer Luft sei bekanntlich sehr sauber und frisch, da werden die chinesischen Käufer keinen Unterschied feststellen können, verriet uns Marylou. Familie Hatchinson öffnet also die Gläser mit der gesunden Schweizer Luft wohlweislich nicht, sondern verschickt sie direkt nach China. Auf diese Weise kann der eklige Smog aus Birmingham die Luft in den Gläsern nicht verseuchen.

Um unserer journalistischen Sorgfaltspflicht nachzukommen, fragten wir bei der Schweizer Firma nach, ob die Luft in den Gläsern tatsächlich aus den Schweizer Bergen stammt. Der Pressesprecher war sehr freundlich und meinte: „Wir beziehen die Gläser von einer indischen Firma, die sie nach eigenem Bekunden in Nepal fertigen lässt, dort sei die Luft noch viel besser, als in der Schweiz oder Westengland.

Der Chef der indischen Firma gab uns sehr bereitwillig die Telefonnummer ihres nepalesischen Geschäftspartners, von dem wir erfuhren, dass sie die Gläser schon seit Jahren nicht mehr selbst herstellen, sondern bereits luftdicht verschlossen aus dem Ausland beziehen. „Und wo werden die Gläser denn nun hergestellt?“, wollten wir wissen. Der Mann kicherte: „Na in China natürlich, da ist doch alles spottbillig…!“

*Alle Namen geändert


In diesem Glas befindet sich übrigens von Fachleuten zertifizierte reinste Luft aus Bad-Cannstatt. Der Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn lässt es sich nicht nehmen, an jedem einzelnen Glas probezuschnüffeln, bevor es für 280 Euro das Stück nach China exportiert wird…