Wie die Chinesen bei Smog mit frischer Luft versorgt werden

Die Inder haben inzwischen längst eine leistungsfähige Industrie, aber leider auch ein Riesenproblem: Die Luft ist zäher als Melasse und dieser Smog ist so übel, dass die Leute in New Delhi große Atemprobleme haben und reihenweise krank werden.

Die Chinesen sind aber noch viel ärmere Schweine, sie haben zwar ebenfalls eine florierende Wirtschaft, um nicht zu sagen, eine Industrie, die selbst Amerikaner vor Neid erblassen lässt, aber leider kein bisschen Luft mehr zum Atmen. Die chinesische Luft kann man buchstäblich in Streifen schneiden und als Kaugummi verkaufen (was die Chinesen wahrscheinlich auch längst tun).

Selbst auf dem Land ist die chinesische Luft noch um einiges giftiger als zum Beispiel die im englischen Birmingham, der Stadt mit der schlechtesten Luft Großbritanniens. Bleiben wir doch gleich in Großbritannien, dort lebt nämlich eine Familie, die nach eigenem Bekunden so richtig Mitleid mit den armen Chinesen hat. Diese guten Menschen – Lester Hatchinson* (27), seine Mama Marylou (47) und Schwesterchen Priscilla (24) – kommen aus einem Kaff in Westengland und haben angesichts der entkräftet durch die Straßen torkelnden Menschen in China eine tolle Geschäftsidee entwickelt. Sie „ernten“ mit großen Plastiktüten die westenglische Landluft und füllen Sie in Einweckgläser, die danach luftdicht verschlossen werden. Diese Einweckgläser mit köstlich frischer englischer Landluft, verkaufen die Hatchinsons den torkelnden Chinesen. Und zwar für satte 80 Pfund das Glas, das sind umgerechnet etwa 100 Euro.

Diese Geschichte ging wie ein Lauffeuer quer durch die Medien, deshalb haben wir ein Interview mit der Familie Hatchinson gemacht. Dabei gestanden die guten Leute ein, dass sie in Wirklichkeit gar nicht in dem westenglischen Kaff wohnen, sondern in Birmingham.

„Und da fahren Sie jeden Tag über 200 Kilometer aufs Land, um Frischluft zu ernten?“, wollten wir wissen. Da drucksten die Leutchen ein wenig herum und meinten schließlich: „Naja, am Anfang sind wir schon aufs Land gefahren. Aber die Spritkosten schmälern den Gewinn doch erheblich. Und wir können auch viel mehr Gläser verschicken, wenn wir in Birmingham bleiben“, meinte Lester etwas verlegen. Aber das sei trotzdem kein Betrug, denn sie bekämen die Gläser von einer Firma aus der Schweiz, und zwar bereits luftdicht verschlossen.

Die Schweizer Luft sei bekanntlich sehr sauber und frisch, da werden die chinesischen Käufer keinen Unterschied feststellen können, verriet uns Marylou. Familie Hatchinson öffnet also die Gläser mit der gesunden Schweizer Luft wohlweislich nicht, sondern verschickt sie direkt nach China. Auf diese Weise kann der eklige Smog aus Birmingham die Luft in den Gläsern nicht verseuchen.

Um unserer journalistischen Sorgfaltspflicht nachzukommen, fragten wir bei der Schweizer Firma nach, ob die Luft in den Gläsern tatsächlich aus den Schweizer Bergen stammt. Der Pressesprecher war sehr freundlich und meinte: „Wir beziehen die Gläser von einer indischen Firma, die sie nach eigenem Bekunden in Nepal fertigen lässt, dort sei die Luft noch viel besser, als in der Schweiz oder Westengland.

Der Chef der indischen Firma gab uns sehr bereitwillig die Telefonnummer ihres nepalesischen Geschäftspartners, von dem wir erfuhren, dass sie die Gläser schon seit Jahren nicht mehr selbst herstellen, sondern bereits luftdicht verschlossen aus dem Ausland beziehen. „Und wo werden die Gläser denn nun hergestellt?“, wollten wir wissen. Der Mann kicherte: „Na in China natürlich, da ist doch alles spottbillig…!“

*Alle Namen geändert


In diesem Glas befindet sich übrigens von Fachleuten zertifizierte reinste Luft aus Bad-Cannstatt. Der Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn lässt es sich nicht nehmen, an jedem einzelnen Glas probezuschnüffeln, bevor es für 280 Euro das Stück nach China exportiert wird…

Warum Kunst erst durch die Putzfrau unbezahlbar wird

Die Putzfrau ist nicht einfach nur eine gewöhnliche Tuss, die unseren Dreck wegmacht. Das könnte prinzipiell auch jeder gewöhnliche Hartz-IV-Empfänger als 1-Euro-Job erledigen. Nein, die Putzfrau ist eine Erleuchtete der Kreativität, ohne sie würde die Kunst der modernen Welt immer noch auf Steinzeit-Niveau vor sich hin dümpeln.

Zum Beispiel hatte die Künstlerin Romana Menze-Kuhn das Glück, vom überlegenen Sachverstand einer dieser begnadeten Kunstveredlerinnen zu profitieren. Menze-Kuhn durfte nämlich ihr schönes Kunstwerk ‚Behausung 6/2016‘ in der Mannheimer Philippuskirche ausstellen und zwar direkt vor dem Altar. Das Werk bestand im Wesentlichen aus zerknautschter goldfarbener Rettungsfolie eines Erste-Hilfe-Kastens, die sehr eindrucksvoll um ein paar Holzpaletten drapiert wurde, so dass eine Art Hütte entstand. Vor diese „Behausung“ legte die begnadete Künstlerin noch weitere zerknüllte Fetzen der schmucken Folie und zwar ganz zwanglos, um nicht zu sagen ‚ziemlich lose‘. Das ganze symbolisierte eine Flüchtlingsunterkunft, vor der sich Flüchtlinge aufhielten. Menze-Kuhn wollte damit ausdrücken, wie gering der Aufwand sei, schutzsuchenden Menschen zu helfen.

Ohne diese Erklärung erinnerte das Kunstwerk aber eher an Weihnachtsmüll. Nämlich an den Haufen glitzernden Geschenkpapiers nach dem Auspacken der Geschenke einer Großfamilie. So kam es, dass die brave Putzfrau, beim Reinemachen in der Kirche die Flüchtlinge kurzerhand in den Mülleimer entsorgte.

Als die Pfarrerin beim Gottesdienst am Sonntag ihrer Gemeinde das tolle Kunstwerk vorstellen wollte, war nur noch der traurige Rest in Form der Hütte übrig. Immerhin war die anwesende Künstlerin sehr gefasst und hatte auch sofort eine Idee, die neue Situation in ihre Kunst zu integrieren. Sie holte nämlich die Mülltonne samt weggeworfener Folie in die Kirche und stellte sie neben den Kunstwerk-Rest. Das von der Putzfrau verbesserte Kunstwerk konnte danach noch knapp zwei Wochen besichtigt werden, dann durfte der Rest ebenfalls in die Tonne.

Auch in Dortmund brachte es eine Putzfrau fertig, ein 800.000-Euro-Kunstwerk zu verbessern. Der für seine kompromisslose Kreativität bekannte Künstler Martin Kippenberger hatte seinem Werk den beeindruckenden Namen gegeben „Wenn’s anfängt durch die Decke zu tropfen“. Kippenberger ist zwar seit vielen Jahren tot, aber sein Werk lebt weiter und wurde von seinem Besitzer für eine Ausstellung entliehen. Das Werk bestand aus einer Ansammlung kunstvoll aufgetürmter Holzlatten, unter denen eine schwarze Gummiwanne mit ausgeprägtem Kalkfleck stand.

Die kunstsachverständige Putzfrau entlarvte die Wanne allerdings als Müll und warf sie weg. Damit ist das aufs Wesentliche reduzierte Werk wahrscheinlich doppelt so wertvoll und wir raten dem Besitzer, der Putzfrau einen Teil des Mehrwerts als Belohnung auszuzahlen.

Der berühmte Künstler Joseph Beuys profitierte ebenfalls vom Genius einer Putzfrau. Und zwar bei seinem berühmten Werk „Fett-Ecke“. Das in der Ecke aufgetragene Fett, sollte nach dem Plan des Künstlers mit der Zeit seine Farbe und Konsistenz verändern und auf diese Weise symbolisieren, dass alles sich verändert – auch der Mensch – und irgendwann sogar ganz verschwindet. So lange wollte die Putzfrau aber nicht warten – sie schrubbte das Fett sofort weg.

Noch wesentlich berühmter ist die Badewanne von Joseph Beuys. Das völlig verdreckte Teil hatte der Künstler 1960 komplett mit Leukoplast beklebt. Vermutlich, damit man den Dreck nicht mehr sehen musste. Dieses wundervolle Kunstwerk sollte im Rahmen einer Wanderausstellung 1973 im Leverkusener ‚Schloss Morsebroich‘ ausgestellt werden und wurde einige Tage vor der Ausstellung bereits dort eingelagert.

Zwischenzeitlich feierte der SPD-Ortsverein Leverkusen ein schönes Fest in dem Schloss und dabei bewiesen die beiden SPD-Mitglieder Hilde Müller und Marianne Klein, dass nicht nur Putzfrauen begnadete Kunstveredlerinnen sind. Nach erfolgreichem Umtrunk wollten die beiden nämlich die Gläser spülen. Dazu brauchten sie unbedingt ein Behältnis.

Die beiden Mädels fanden natürlich die beklebte Badewanne und spürten plötzlich, wie der künstlerische Drang in ihren Eingeweiden hochkroch bis ins ideenreiche Großhirn. Sie zogen das Leukoplast ab, spülten die Wanne aus bis sie vor Sauberkeit blitzte und blinkte, danach waren die Gläser dran.

Leider hatten weder der Wannen-besitzende Kunstsammler noch diverse Richter auch nur einen Funken Kunstverstand und so musste die Stadt Wuppertal – als Leihnehmer der veredelten Wanne – dem Besitzer 56.000 D-Mark Entschädigung zahlen. Undank ist halt der Welt Lohn…

Aktionskunst schreit manchmal geradezu nach der Putzfrau

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„Is dat Kunst oder kann dat wech?“


Mancher Künstler geht buchstäblich in seiner Kunst auf…

Der steinige Weg zum professionellen Selfie

Dass ein findiger Handy-Hersteller beim verzweifelten Kampf um Marktanteile auf die Idee gekommen ist, in sein Mobiltelefon eine Front-Kamera einzubauen, hat die Welt grundlegend verändert. Wohin das Auge auch immer blicken mag, überall rotten sich ansonsten grundvernünftige Menschen zusammen, um mit einem kollektiven, total verblödeten Grinsen auf den Gesichtern, ein gemeinsames Foto von sich zu schießen. Keine Clique bringt es fertig, sich das zu ersparen, selbst wildfremde Leute glotzen – sobald einer sein Handy zückt – verblödet grinsend in die Kamera. Manchmal sogar ohne jeden Einfluss von Alkohol oder Drogen.

In Wirklichkeit ist das Selfie aber eine ungeheure Leistung, die von den Mitmenschen leider immer noch nicht entsprechend gewürdigt wird. Es gehört eine Menge Selbstdisziplin dazu, das Selfie aufzunehmen – je mehr Leute daran beteiligt sind, desto unmenschlicher lastet die Anspannung auf jedem einzelnen Teilnehmer.

Das von Könnern aufgenommene Gruppen-Selfie gliedert sich in vier Phasen:

Phase 1
Jemand zückt sein Handy zum Selfie. Sofort springt jeder einzelne innerhalb der umliegenden zehn bis 15 Meter mit einem kühnen Satz zum Handybesitzer und quetscht sich an ihn oder an einen, der bereits an ihm klebt. Die Gesichtsmuskeln aller Beteiligten verziehen sich zu einem vermeintlichen Lächeln. Hier zeigt sich die Wichtigkeit der Front-Kamera des Handys, denn auf dem Display erscheinen nun die Gesichter aller Teilnehmer. Mit einem Blick sieht jeder Einzelne, dass seine Grimasse derzeit noch wenig mit einem entspannten Lächeln zu tun hat.

Phase 2
Die erste Korrektur lässt die Gesichtsmuskeln der Selfie-Teilnehmer etwas entspannen, ohne dass der eiserne Wille zum total relaxten Lächeln nachlässt. Die ungebrochene Motivation gräbt sich tief in die Gesichter ein, aber ein gewisser Optimismus schleicht sich fast unmerklich dazu.

Phase 3
Die Anstrengung zeigt jetzt allmählich Wirkung. Die Kraft in den Gesichtsmuskeln erlahmt, das optimistische Lächeln verschwindet zwangsläufig in dieser Phase. Mutlosigkeit erfasst die nahezu erschöpften Teilnehmer.

Phase 4
Der Handybesitzer muss jetzt beherzt eingreifen, um den Erfolg doch noch zu erzwingen. Er bringt die Teilnehmer dazu, ihre letzten Kräfte zu mobilisieren, indem er die Zauberworte sagt: „Wo ist das Vögelchen?“ Die nervenzerfetzende Anspannung ist schlagartig wie weggeblasen. Die Gesichter verziehen sich nun spontan zu einem entspannten, strahlenden Lächeln…

Die Fotos wurden nachgestellt von Joshua Resnick (rez_art) mit seinen Selfie-erprobten Top-Models

Der Erste Kuss – unsere Tips zum Erfolgs-Ratgeber von ‚Helpster’

Das Internet ist für junge Menschen deshalb so wertvoll, weil es dort für jeden Scheiß den passenden Ratgeber gibt. Die bekannte Service-Website ‚Helpster‘ bietet so einen Helfer zum Thema ‚Küssen‘ an, den kann man schon als ein echtes Stück Lebenshilfe bezeichnen: Wie bereitet man sich als blutiger Laie auf den ersten Kuss vor?

Angenommen, Sie sind noch Kuss-Jungfrau, treffen aber Heidi Klum und Angelina Jolie in der Fußgängerzone. Die beiden streiten sich sofort darum, wer Sie zuerst küssen darf. Ihnen fällt gerade noch rechtzeitig ein, dass Sie noch nie geküsst haben, werden deshalb zuerst knallrot, dann aschfahl und rennen schließlich schreiend weg.

Nicht, wenn Sie den erwähnten Kuss-Ratgeber von Helpster gelesen haben. Dort wird ihnen nämlich beigebogen, dass Mann und auch Frau für die Kuss-Premiere erst einmal bereit sein müssen.

Zu diesem Zweck empfiehlt der Ratgeber, mit einem ganz harmlosen Wangenkuss zu üben. Und zwar auf Ihrem Handrücken. Sie müssen zu diesem Zweck die weichen Lippen ganz zart auf den Handrücken drücken und zwar immer wieder. Machen Sie das solange, bis sie dabei – so der Ratgeber – ein besonderes Gefühlserlebnis haben.

Falls nicht, gehen Sie gleich zum Zungenkuss über. Der Ratgeber empfiehlt erst einmal eine Trockenübung: Beim Lutschen eines Bonbons könne man den richtigen Zungenschlag am besten üben.

Aber spätestens nach der dritten Tüte Bonbons suchen sie sich ein Mädelchen, das Sie schon immer mal küssen wollten. Bevor Sie sich mit der Tuss zu diesem hehren Unterfangen treffen, denken Sie daran, unerfahrene Küsserinnen ekeln sich leicht, schließlich wird beim echten Zungenkuss zwangsläufig Speichel übertragen.

Laut Ratgeber müssen Sie sich vor der Kuss-Premiere gründlich die Zähne putzen, duschen, Deo benutzen und so weiter und so fort. Dann wird die Süße den Kuss vermutlich knapp überleben. Aber Sie müssen dann jedes Mal, wenn Sie die Trine wieder küssen wollen, den ganzen Schmonzes wiederholen und wer will das schon?

Unser Tip: Tun Sie also das genaue Gegenteil: Härten Sie die Süße ab! Waschen Sie sich drei Wochen nicht und putzen in dieser Vorbereitungszeit auch nicht die Zähne. Am großen Tag essen Sie so viel Knoblauch und frische Zwiebeln, bis Ihnen schlecht davon wird.

Bei der Verabredung gehen Sie nun bis etwa einen Meter an die zu küssende Maid heran – achten Sie darauf, dass Sie immer Gegenwind haben – und Sie setzen dabei ihr süßestes Lächeln auf. Dann machen Sie überraschend einen schnellen Schritt auf die Kuss-Aspirantin zu und stecken ihr die Zunge so tief wie möglich in den Schlund.

Halten Sie die so zärtlich Geküsste dabei unbedingt gut fest, da ihr von so viel Liebe vermutlich die Sinne schwinden. Sobald sie wieder zu sich kommt, massieren Sie mit der Zungenspitze ihr Gaumenzäpfchen. Sie wird dann denken, der Brechreiz käme davon.

Zurück zum Ratgeber. Der empfiehlt, nun den Mund und die Zunge der Holden zu erforschen. Damit sie das einigermaßen professionell hinkriegen, sollen Sie vorher mit einer Schüssel voller Gummibärchen üben. Dabei müssen Sie versuchen, mit der Zungenspitze alle Gummibärchen einzeln herauszuklauben.

Unser Tip: Üben Sie lieber gleich am lebenden Objekt. Wenn Sie sich an unsere Vorbereitung gehalten haben, ist die Süße ohnehin einigermaßen benommen und Sie haben die Möglichkeit, den Mund ausgiebig durchzukämmen. Wenn es ziemlich sauer schmeckt, leidet die Geküsste an akutem gastroösophagealem Reflux oder Sie haben bereits den Magen erreicht.

Achten Sie bei der Erforschung unbedingt immer auf die Gesichtsfarbe der Holden. Verfärbt sie sich blau, ziehen Sie die Zunge vorsichtig wieder aus der Luftröhre heraus. Wenn sie trotzdem wegbleibt, leisten Sie Erste Hilfe. Befreien Sie die Patientin zu diesem Zweck umgehend von beengenden Klamotten und machen Mund-zu-Mund-Beatmung. Dabei können Sie praktischer Weise auch gleich weiter Küsse üben…



Der Mann macht es richtig, er entfernt zur Mund-zu-Mund-Beatmung gleich auch noch die eigene beengende Kleidung, so ist der Kuss nach erfolgreicher Beatmung gleich richtig ausbaufähig…

Der Ratgeber ist echt. Unsere Tips dazu sind eine Satire. In der Praxis angewandt könnten die Übungen leicht unangenehme Folgen haben, für die wir nicht haften

Beitrag aus Band 2 der Buchreihe “Knallharte Tips zum Überleben im Alltag” (erscheint im Frühjahr 2018)

„Ehe für alle“: Warum ausgerechnet die Katholische Kirche den größten Nutzen daraus zieht!

Heiner Koch, Katholik und Erzbischof von Berlin, will uns jetzt die Augen öffnen: Die „Ehe für alle“, meint er, sei gar nicht so gut wie alle immer denken. Es seien doch nur zwei nötig, um ein Kind zu zeugen – ein Mann und eine Frau. Da schiebe der Rest doch nur Frust und sei neidisch.

Naja. Werfen wir doch mal einen Blick auf den katholischen Klerus, da sind die Geistlichen doch zwangsläufig schwul. An Frauen dürfen die ja nicht einmal denken, sonst zwickt gleich höllisch das Zölibat.

Nach der Kirchengründung sollte die damals noch brandneue katholische Religion zügig verbreitet werden und dazu brauchte man jede Menge Haudraufs, denn ohne rohe Gewalt war damals keiner scharf auf den weltfremden Katholizismus. Stattdessen machten sich die Kerle lieber über ihre Mädels her, schließlich war das der einzige lohnende Zeitvertreib, denn Fernsehen und Internet waren damals gewissermaßen noch Neuland. Also packte man die Mädels kurzerhand ins Kloster und erfand die „Ehe für niemanden“ (der nicht bei der Unterwerfung zahlloser ungläubiger Barbaren kräftig mitgewirkt hatte).

Die Schlauen wurden allerdings lieber Geistliche, denn dann konnten sie – wenn auch unter der Hand – schon damals die „Ehe für alle“ ausprobieren. Die war damals noch ziemlich praktisch, denn in den vielen Klöstern, wo die Geistlichen zusammen mit den Geistlichinnen  hausten, trieb man es den lieben langen Tag, ohne weitere Verpflichtungen fürchten zu müssen.

Wenn dann die Haudraufs vom Barbarenklatschen zurück kamen und sich eine der Holden aus dem Kloster holen wollten, hatte jede bereits einen Stall voller Kinder. Irgendwie musste man im Eifer des Gefechts versäumt haben, die Pille zu erfinden.

Die Beschwerden häuften sich, so dass die Kirche für Männlein und Weiblein getrennte Klöster einführte und sich – spätestens nach der Erfindung der Strickleiter – das leidige Zölibat ausdachte.

Die Rechnung der katholischen Verkehrs-Verhinderer ging natürlich nicht auf. Da nützten weder Kreuzzüge noch Hexenverbrennungen, der Kinderreichtum in den Klöstern ließ sich erst durch die Regelung eindämmen, sobald die letzte Nonne dick war, wurden alle fortgejagt und das Kloster geschlossen.

Genau wie Heiner Koch, unser Berliner Erzbischof, waren Päpste und Kardinäle nicht von der Meinung abzubringen, dass ein Kind nur von einem Vater gezeugt werden könne, der mit einer Mutter die „Ehe für zwei“ praktiziert. Diese Einschränkung existiert aber in Wirklichkeit gar nicht. Im Gegenteil: Wilde Ehen und Gruppensex waren noch viel besser geeignet, den Kinderreichtum radikal in die Höhe zu treiben. Denn wenn es jede mit jedem trieb, waren die Mädels praktisch permanent in „froher Erwartung“.

Lediglich durch die gleichgeschlechtliche Liebe könnte die „Ehe für zwei“ noch am Leben gehalten werden. Denn die katholische Kirche ist – dank Zölibat – die letzte Hochburg der altmodischen Zweierbeziehung. Aber lohnt es sich, durch etwas so ungeheuerlich Widernatürliches wie das Zölibat, Schwule wider Willen zu züchten?

Seien wir doch mal ehrlich: Niemand kann größeren Nutzen aus der „Ehe für alle“ ziehen, als die Katholische Kirche selbst. Anstatt Nonnenklöster dicht zu machen, weil alle Nonnen schwanger sind, könnten die Mädels kollektiv die „Ehe für alle“ eingehen – unter Einbeziehung des benachbarten Männerklosters, wo geballt die leiblichen Väter des gemeinsamen Nachwuchses sitzen…

Die Nonnen sind heute längst nicht mehr so verhärmt wie früher – wer will da nicht Mönch werden, angesichts der Ehe für alle…?

Warum Banken verliehenes Geld eigentlich gar nicht mehr zurückverlangen dürfen

Oder: Verabschieden Sie sich von der Welt, die Sie kennen, sie existiert längst nicht mehr!

Studenten der Volkswirtschaftslehre lernen bis heute, dass Geld ausschließlich von den Zentralbanken ‚geschöpft’ (also erzeugt) wird. Unsere Banken verleihen demnach nur Spareinlagen ihrer Kunden oder müssen Geld bei der Zentralbank aufnehmen. Wir lernen auch von Kindesbeinen an, dass wir Menschen kein Geld erzeugen dürfen. In Wirklichkeit ist alles ganz anders und unser komplettes Geldsystem ist inzwischen nichts weiter, als eine monumentale Verarsche!

Denn wie sich bei einem Prozess vor dem Südtiroler Landesgericht in Bozen herausstellte, hat die Südtiroler Volksbank selbst Geld geschöpft und als Kredite verliehen. Die Südtiroler Volksbank hat das vor dem Gericht unumwunden zugegeben. Und nicht nur das, laut Angaben der SVB schöpft längst jede kleine dahergelaufene Volksbank oder Sparkasse selbst Geld – und zwar im großen Stil. Großbanken tun das auch und natürlich in entsprechend größerem Stil.

Die Banken können selbst Geld schöpfen, weil es offenbar nirgendwo ein Gesetz gibt, das dies den Banken verbietet. Vielleicht verstehen Sie jetzt, warum unsere Politiker das Bargeld unbedingt abschaffen wollen. Es wäre nämlich theoretisch möglich, dass alle Kreditnehmer sich ihren Kredit in bar auszahlen lassen wollen – dies würde die monströse Luftblase des selbsterzeugten Geldes unweigerlich platzen lassen. Und natürlich hat diese für Banken so angenehme Praxis auch eine Kehrseite.

Bankenpleiten, Staatspleiten etc. sind nur deshalb möglich geworden, weil sich die Banken permanent selbst bedienen. Durch das “virtuelle Geld” sinkt der Wert einer Währung dramatisch und muss mit gefährlichen Tricks stabilisiert werden. Geht das schief, wie vor einigen Jahren, muss der Steuerzahler die Banken (oder Staaten) retten.

Da die Schulden der Welt durch diese Praxis immer mehr zunehmen, wird der Steuerzahler eines Tages nicht mehr in der Lage sein die horrenden Schulden zu bezahlen. Allerdings dürften die Banken das Geld ihrer selbstgebastelten Kredite eigentlich gar nicht wieder zurückverlangen. Nicht wenige Juristen sind der Auffassung, dass dies eine logische Folge der Do-it-yourself-Geldschöpfung unserer Banken ist.

Die deutsche Tageszeitung „Die Welt“ hat am 13.11.2016 über diese Praxis der Banken einen sehr interessanten Artikel geschrieben. Auch andere Tageszeitungen berichteten über die Gerichtsverhandlung in Bozen und die Geldschöpfung der Banken. Jetzt sind in den Medien diese Artikel plötzlich spurlos verschwunden. Eine Suche über Google bringt als Ergebnis nur noch Blog-Beiträge.

In ihrem jetzt verschwundenen Artikel verglich „die Welt“ die internationale Lage mit einer Gruppe Menschen, die wie gelähmt am Strand stehen, obwohl sie wissen, dass ein Tsunami kommen und sie alle verschlingen wird…

Warum Wikipedia ein ganz männerfeindlicher Haufen ist

In einer großen deutschen Tageszeitung wurde von einem (männlichen) Redakteur beklagt, Wikipedia sei ein sexistischer Männerverein. Weil der Typ bei dem Internet-Lexikon nach einer Liste deutscher Dichterinnen gesucht hatte, aber die Informationen sehr spärlich gewesen seien.

Als er danach die Liste der Pornodarstellerinnen aufrief, tauchten ganze Myriaden dieser netten Damen auf, fein säuberlich geordnet nach Alphabet und mit detaillierten Informationen über alles was die Mädels im Einzelnen schon geleistet hatten.

Leider hat dieser Redakteur offenbar keine blasse Ahnung, wie Online-Lexika funktionieren, sonst hätte er sich den Artikel gespart. Denn die Einträge dort richten sich schlicht und ergreifend nach der Relevanz. Und deutsche Dichterinnen interessieren heutzutage nun mal keine Sau, Pornodarstellerinnen sind dagegen deutlich beliebter.

Dass die Wikipedia rettungslos von Männern dominiert wird – scheinbar liegt der Männeranteil dort bei 90 Prozent -, ist keineswegs vom lieben Gott so gewollt. Bei Wikipedia darf nämlich jeder mitmachen, auch und ganz besonders Frauen, die sich für deutsche Dichterinnen interessieren.

Wenn nun also die Myriaden deutscher Frauen, die sich für Germaniens Lyrikerinnen erwärmen,  ein wenig ihrer Zeit opfern und bei Wikipedia mitarbeiten, können sie nicht nur die Liste der Dichterinnen akribisch vervollständigen und alles wissenswerte über jede Einzelne in die Welt schreien, sondern auch noch ganz cool erwähnen, dass die Österreicherin Hedwig Eva Maria Kiesler durch ihre Erfindungen so praktische Dinge wie Bluetooth oder WLan erst möglich gemacht hat und außerdem noch – ganz nebenbei – unter dem Künstlernamen Hedy Lamarr als erste Schauspielerin in einem Kinofilm während einer Liebesszene äußerst stilvoll einen Orgasmus imitierte.

Der bereits erwähnte Redakteur bemängelte nämlich, dass die Leistungen dieser Frau als Schauspielerin im ersten Satz ihrer Wikipedia-Biographie erwähnt wurden, ihre bahnbrechenden Erfindungen dagegen erst im zweiten.

Aber – um den armen Mann ein wenig zu trösten – durch den imitierten Orgasmus, den die begabte Schauspielerin ausschließlich durch Stöhnen und Mimik frappierend echt auf die Leinwand zauberte, wurde Hedy Lamarr nicht nur im Jahr 1933 zum Weltstar, sondern sie wird dadurch mit etwas Glück vielleicht zusätzlich noch in die ausführliche Wikipedia-Liste der Pornodarstellerinnen aufgenommen.

Außerdem möchten wir hier mal darauf hinweisen, dass der Filmpartner Hedy Lamarrs, der ja an dem Orgasmus tapfer mitgearbeitet hatte, in Wikipedia überhaupt nicht erwähnt wurde. Wie männerfeindlich ist das denn? Und wo wir schon mal gerade dabei sind: Wenn man bei der deutschen Wikipedia nach der Liste der männlichen Pornodarsteller sucht, kommt nur: „Der Artikel ‚Liste männlicher Pornodarsteller‘ existiert in der deutschsprachigen Wikipedia nicht.“

In der englischsprachigen übrigens auch nicht. Und warum nicht? Weil unsere Holden bei Wikipedia nicht mitarbeiten, denn nur Frauen interessieren sich beim Pornogucken für die männlichen Darsteller…


Erfinderin Hedwig Eva Maria Kiesler, besser bekannt als Hedy Lamarr, hier im Hollywood-Streifen ‚The Conspirators‘…


Das ist die erfolgreiche Pornodarstellerin Kirsten Price von der ausführlichen Wikipedia-Liste